Explosiver Chemieunterricht in der 7a

15. Apr 2018

Live-Vorführung "Explosionschutz und Sicherheitstechnik" der Fa. Rembe

Rembe1

Am 21.3.2018 besuchte uns Roland Bunse von der Briloner Firma Rembe Safety & Control im Chemieunterricht bei Frau Luis. Die Firma arbeitet in den Bereichen Explosionsschutz und Druckentlastung durch Berstscheiben und Ventile für große Firmen wie IKEA, Kellog’s, Ferrero, Egger, die Warsteiner Brauerei und Kunden in der Lebensmittel-, Holz- und Chemieindustrie.

Die Firma Rembe hat 10 Niederlassungen und 200 Mitarbeiter weltweit.
Ein Testgelände befindet sich im Briloner Ortsteil Thülen (Research & Technologie Center).
Hier werden die Explosionsschutz-Bauteile ausführlich getestet.

Die Grundlagen des Explosionsschutzes wurden uns zuerst von Herrn Bunse erklärt:
Es kommt zu einer Staubexplosion wenn brennbarer Staub (<= 0,5 mm groß), ein Zündfunke und Sauerstoff in Verbindung geraten.
Kann man eine dieser Bedingungen weglassen, spricht man von primärem Explosionsschutz.

Dieses ist in vielen Firmen aber nicht möglich, so sind zum Beispiel 95 % aller Werkstoffe (Metalle und organische Stoffe) brennbar bzw. explosionsfähig. Der Staub wird beim Aufwirbeln oder Verdünnen explosionsfähig. Dazu kommt, dass Zündquellen in Form von heißen Oberflächen, mechanisch erzeugten Funken, elektrischen Anlagen oder elektromagnetischen Feldern vorhanden sind.

Es gilt der Merksatz: Je kleiner die Staubpartikel sind, desto mehr Energie wird bei einer Explosion freigesetzt.

Bei der Produktion in Industriebetrieben entsteht der Staub meist in Maschinen und großen Behältern. Die Firma Rembe baut Berstscheiben aus Edelstahl zur Druckentlastung. Diese schützen die Maschinen, indem sie Überdruck durch ihr Öffnen verringern und eine Explosion kontrolliert nach außen leiten. Dadurch werden die Maschinen nicht zerstört und die Gesundheit und das Leben der Arbeiter geschützt.

Wären im Kernkraftwerk in Fukushima (Japan) Berstscheiben installiert gewesen, so wäre bei der Atomkatastrophe nicht soviel passiert.

Herr Bunse demonstrierte uns die Funktion einer Berstscheibe aus Aluminiumfolie bei einer Lycopodium-Explosion. Hierbei verwendete er ein Q-Rohr, um den Austritt der Flamme abzuleiten.

Lukas Wrede, 7a