Schülerinnen und Schüler der Klassen 10 auf den Spuren von Briloner Auschwitzopfern

03. Jul 2018

#gegen_das_vergessen

Vom 06. bis 10.Juni 2018 besuchten Schülerinnen und Schüler der Marienschule die Gedenkstätte des Konzentrationslagers in Ausschwitz. Ein Ort an dem in der Zeit des Nationalsozialismus mehr als 1,1 Millionen Menschen ermordet wurden.

Die Opfer stammten aus ganz Europa, aber auch direkt aus Brilon.

In der Schulstraße, drei Häuser neben der Marienschule, lebten die jüdischen Familien Kahlenberg und Mansberg. 12 Menschen, darunter 3 Kinder, die nicht älter als 5 Jahre alt waren.
Im Gehweg vor dem Haus liegen 12 kleine Stolpersteine. Diese Gedenksteine aus Messing, erinnern an die Namen der Opfer und ihre Schicksale.

Das Jugendparlament Brilon kümmert sich um die Verlegung dieser Steine, bisher sind es 80 in der Briloner Innenstadt. Zusammen mit Klaus Wrede ging es dann am 21. Juni 2018 auf eine Reise in die Vergangenheit.
Die Schülerinnen und Schüler fanden mit Hilfe von Dokumenten und Zeitzeugenberichten heraus wie schwer das Leben für die „Ausgegrenzten“ zu dieser Zeit war. Was den Familien genau in der Pogromnacht 1938 und danach passierte, welche enormen Unterschiede Zeitzeugenaussagen zu offiziellen Berichten hatten, wer verhaftet wurde und wie Eltern versuchten ihre Kinder aus der „Schutzhaft“ zu befreien. Überlebt hat keiner. Drei Erwachsene und 2 Kinder dieser Familien kamen in Auschwitz um.

Nach diesen intensiven und traurigen Erkenntnissen, wurden die Gedenksteine mit Wasser, Schwämmen und ganz viel Handarbeit wieder auf Hochglanz poliert.

Sie sollen uns alle daran erinnern, dass das, was auch hier in Brilon vor 75 Jahren geschehen ist, nie wieder passieren darf.

#gegen_das_vergessen

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