Die Klassen 6 begrüßen den Frühling

11. Mär 2026

mit "Martenizi" auf dem Schulgelände

Im Textilunterricht haben wir eine Marteniza (Mehrzahl: Martenizi) gefertigt. Dabei handelt es sich um kleine Figuren und Freundschaftsarmbänder, die in Südosteuropa (Bulgarien) eine große Bedeutung haben.

Was sind Martenizi?

Martenizi bestehen aus roten und weißen Fäden und sind Glücksbringer. Man kann sie als kleine Püppchen oder in Form von Armbändern gestalten. Im Textilunterricht haben wir ein Mädchen und einen Jungen hergestellt. Das Mädchen heißt Panda (das rote Mädchen) und der Junge heißt Pizho (der weiße Junge).

Woher kommt Martenizi?

Es gibt einen Brauch aus Bulgarien, der hunderte von Jahren alt ist. Die Geschichte dahinter: es geht um Baba Marta. Auf Deutsch bedeutet Baba Marta “Oma März“. Die Bulgaren stellen sich Baba Marta als eine launische Dame vor, die das Wetter beherrscht. Wenn sie gute Laune hat oder lacht, scheint die Sonne und wenn sie schlechte Laune hat, dann schneit es. Damit “Oma März“ lacht und uns den Frühling schickt, schenken sich die Bulgaren am 1. März gegenseitig die rot-weißen Armbänder und hängen die Martenizi in die Bäume.

Martenizi

Was bedeuten die Farben?

Es gibt zwei verschiedene Farben: weiß und rot. Weiß steht für die Reinheit, den Schnee und ein langes Leben. Rot steht für die Sonne, die Liebe und Gesundheit.

Die "Storch-Regel"

Das Armband trägt man nicht ewig. Es soll so lange getragen werden bis man eine Schwalbe, einen Storch oder einen blühenden Baum entdeckt. Das sind die Zeichen, dass der Frühling wirklich da ist.

Das Finale

Sieht man z. B. den Storch, nimmt man die Martiniza vom Handgelenk ab und knotet sie an den Ast eines blühenden Baumes. In dem Moment, in dem man die Martiniza aufhängt, soll man sich etwas wünschen, was in Erfüllung gehen wird.

Martinezi
Martinezi
Martinezi

Text von Leni Ester, Klasse 6c